Selbermachen & Dekorieren

Ein spannendes DIY für Kinder – wir bauen uns eine Biosphäre

Juli 24, 2016

Der Begriff Biosphäre steht für den Raum, in dem Leben vorkommt.

Bios = Leben

sphaira = Kugel

Diese Woche haben Robin und ich uns mal an ein eher expermientelles, aber trotzdem schönes DIY gemacht. Und zwar haben wir beschlossen, eine Biosphäre im Glas selber zu machen. Klappt es ehrlich, in einem geschlossenen Glas einen eigenständigen Kreislauf in Gang zu bringen? Und können die Pflanzen darin tatsächlich überleben, indem sie sich quasi selbst versorgen? Naja, bis auf das Sonnenlicht natürlich. Da müssen wir uns von außerhalb bedienen ;-). Also ganz echt, ich bekomme schon jetzt leichte Beklemmungen im Brustbereich, wenn ich mir vorstelle, dass ich den Deckel irgendwann komplett zulassen möchte. Ihr wisst schon …. die gute alte Luft …. einen Moment, ich muss mal kurz tief einatmen! Wollen aber mal sehen, ob das echt funktioniert ….

Wir sind noch nicht fertig, denn der Kreislauf muss noch etwas optimiert werden, aber ich möchte euch heute schon einmal zeigen, was ihr dafür braucht, und wie’s geht. Ich glaube, es ist nicht nur ein DIY, das Kinder interessiert, sondern auch etwas für die Großen, neugierig gebliebenen unter euch :-).

Ihr braucht dafür auch nicht sehr viel. Das meiste habt ihr Zuhause.

 

So richtet ihr eure Biosphäre im Einmachglas ein

 

Das benötigt ihr für euer Mini Ökosystem im Glas:

Tonkugeln

Kohle (normalerweise Aktivkohle, ich habe aber beschlossen, dass normale Holzkohle bestimmt auch nicht viel schlechter ist)

Moos

gute Blumenerde

Pflanzen (gut sind zum Beispiel Farne, Efeu, Grünlilien, Moose ….)

großes, verschließbares Glas

eventuell noch Dekoration

Wasser

 

Zuerst macht ihr euer Glas gut sauber, damit keine alten Verschmutzungen mehr übrig sind, die vielleicht Schimmel oder andere schädliche Stoffe erzeugen.

Als unterste Schicht gebt ihr die Tonkugeln in das Glas. Als eine Art Drainage, damit euch die Pflanzen nicht verfaulen.

Die zweite Schicht besteht aus der Kohle. Die solltet ihr vielleicht einfach ein wenig zerkleinern, damit die Hohlräume nicht zu groß werden. Über die Kohle gebt ihr eine Schicht Moos. Das Moos ist zwar wasserdurchlässig, hält euch aber die Erde dort, wo sie sein soll und verhindert, dass sie in die unterste Schicht gespült wird.

In die Erde setzt ihr dann eure Pflanzen ein. Achtet darauf, dass sich keine Tiere auf ihnen befinden.

Wenn ihr Lust habt, dann könnt ihr noch das ein oder andere Objekt zur Dekoration ins Glas stellen. In unserem Fall durfte ein kleiner Elefant mit in die Biosphäre einziehen ;-). Ich glaube, es gefällt ihm ganz gut in seinem neuen Zuhause!

Zum Schluss müsst ihr nur noch Wasser in euer Glas geben und es gut verschließen. Ich habe Regenwasser genommen. Kommt der Natur irgendwie doch am nächsten, gell?

 

der Elefant im Glashaus

Versuch eine Biosphäre zu machen

ein kleiner Elefant im Glas

 

Das geschlossene Biosphäre sollte jetzt an einem hellen Ort mit indirektem Licht stehen. Bitte kein direktes Sonnenlicht, da dieses durch das Glas zu sehr verstärkt wird und den Pflanzen schadet.

Ich glaube, ich habe zu viel Wasser zugegeben. Unsere Gläser sind eigentlich durchgehend beschlagen. Das sollte eigentlich nicht so sein. Ich halte es jetzt so, dass ich sie mittags immer einige Zeit lüfte und dann bis zum nächsten Nachmittag warte, ob sie irgendwann abtrocknen. Falls nicht lüfte ich wieder ein Weilchen.

Das werde ich so halten, bis irgendwann der optimale Zustand erreicht ist:

Vormittags darf das Glas beschlagen sein und es dürfen sich Tropfen an der Decke angesammelt haben . Nachmittags sollte es dann aber trocken sein. Sobald es so ist, werden wir das Glas nicht mehr öffnen.

Sollte euer Glas generell trocken bleiben, dann ist das ein Zeichen dafür, dass ihr eurer Biosphäre zu wenig Wasser zugeführt habt. Also noch ein wenig nachkippen und beobachten, wie es sich verhält.

 

Zitat von Buddha und der kleine Elefant im Regenwald

 

Ich denke, es wird noch einige Tage dauern, bis Robin und ich das optimale Klima in den Gläsern erzeugt haben. Aber auch das ist sehr interessant und sie lernt sogar noch etwas dabei!

Ich werde euch zu gegebenem Zeitpunkt von der Entwicklung berichten, ja?!

 

Liebe Grüße

Eure Isabell

 

4 Comments

  • Reply birthesgartenzeiten Juli 26, 2016 at 8:08 pm

    Das sieht ja wirklich wie eine Miniatur-Landschaft aus – sehr schön ! Ich bin gespannt, wie es sich weiter entwickelt …! Viel Erfolg und Spaß dabei und herzliche Grüße, Birthe

    • Reply Isabell Juli 27, 2016 at 6:24 pm

      Ich bin auch gespannt. Bis jetzt habe ich immer noch ein wenig zu viel Wasser drin, wie´s scheint und muss das Glas jeden Mittag ein wenig aufmachen. Aber das wird schon!
      LG
      Isabell

  • Reply Federfarbenfee August 9, 2016 at 10:35 am

    Eine wundervolle und sehr originelle Idee! Spielerisches Lernen par excellence! Auch ich werde gespannt weiterverfolgen, wie sich die Biosphäre weiterentwickelt. :-) LG, Mary

    • Reply Isabell August 9, 2016 at 5:55 pm

      Hallo Mary!
      Vielen Dank! Bisher sieht alles noch sehr gut aus in den Gläsern :-).
      LG
      Isabell

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